Volksschule Brendlorenzen
Ziel
Leistungsschwächere Schüler mit deutlich erkennbaren Defiziten aus benachteiligten (= finanziell schwachen) Familien fördern.
Inhalt und Umfang
Für die Ausgestaltung des Projekts bildet das Konzept, das von Frau Beckenbauer von der gfi (Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration) in Schweinfurt entworfen wurde, die Grundlage. Die Förderung findet wöchentlich einmal für je zwei Gruppen in einer Fördereinheit von je 60 Minuten statt. Neben einer Hausaufgabenbetreuung (sekundär!) und einer Vertiefung von Unterrichtsinhalten, grundlegenden Fähigkeiten und Fertigkeiten bzw. einer Aufarbeitung von Defiziten wird die das Augenmerk auch auf ein motorisches Training, das Training der Sprachfähigkeit, die Wortschatzerweiterung gerichtet.
Methodik
Ziel ist, möglichst viele Sinne anzusprechen. Zum Einsatz kommen:
- Kleingruppenarbeit
- Einzelarbeit (Einzelbetreuung)
- Spezielle Lehr und Lernmaterialien
- Lese- und Rechtschreibprogramme
- Spielerische Formen des Lernens
- Bewegung
Personal
Für die Auswahl des Personals ist die gfi Schweinfurt verantwortlich.
Frau Voll, eine ausgebildete Ergo-Therapeutin, wurde von Frau Beckenbauer gezielt für diese Aufgabe ausgewählt. „Frau Voll verfügt über mehrere Jahre Erfahrung in der Förderung von Kindern. Sie führte mehrere Jahre Lese- und Rechtschreibtrainings durch und ist darüber hinaus auch in der Einzelbetreuung eines Kindes mit besonderem Förderbedarf tätig.“ (zitiert aus einer E-Mail von Frau Beckenbauer)
Der erste Eindruck ist:
- Sie geht mit Freude und großem Engagement an die Aufgabe heran.
- Sie ist äußerst kooperationswillig und eine förderliche Zusammenarbeit mit den Klassenlehrerinnen scheint somit gewährleistet.
- Sie verfügt über die notwendigen Kompetenzen, eigenständig die Förderung durchzuführen.
Förder-Gruppe
Gruppe 1, Dienstag 14.00 - 15.00 Uhr
4 Schüler: ein Junge aus Klasse 1a, ein Mädchen aus Klasse 1b, ein Junge und ein Mädchen aus Klasse 2a
Gruppe 2, Dienstag 15.00 - 16.00 Uhr
3 Schüler: zwei Mädchen und ein Junge aus Klasse 3b
Kooperation mit Lehrern – Elterngespräche – Vorbereitung – Dokumentation
Eine Stunde ist für diese Bereiche angesetzt.
Im Anschluss an Unterricht ist dies von 13.00 - 14.00 Uhr möglich oder auch in Absprache von
13.30 - 14.00 Uhr und 16.00 - 16.30 Uhr
Zeit
Dienstag: 13.00 - 16.00 Uhr bzw. 13.30 - 16.30 Uhr
Januar 2011 - Juli 2011
Beginn
18. Januar 2011
Erstes Feedback von Lehrern und Schülern
Stellungnahme einer Klassenleiterin:
"Der Schüler der Klasse 1a, der einmal wöchentlich an der Fördermaßnahme teilnahm, besuchte diese gern. Der Erfolg zeigte sich zum einen darin, dass er sein Arbeitstempo steigern und sich oft besser konzentrieren konnte. Seine Leistungen im Lesen und in Mathematik haben sich stabilisiert. Deshalb war das Erreichen des Klassenziels nicht mehr gefährdet. Eine Fortführung der Fördermaßnahmen ist aus diesen Gründen wünschenswert."
Zu einzelnen anderen Schülern stichpunktartige Beobachtungen:
D. wurde insgesamt offener und aufgeschlossener.
B. tat es gut eine Struktur und eine Bezugsperson zu haben. Hausaufgaben waren zuverlässig an dem Fördertag angefertigt und im Ganzen auch wesentlich zuverlässiger.
A. wurde aufgeschlossener und ist nun auch im Gespräch gewandter.
N. hat Potential, doch leider oft nicht genutzt.
Insgesamt kann man feststellen, dass sich die Fördermaßnahme positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler auswirkte.
Frau Voll schaffte schnell ein Vertrauensverhältnis zu den Schülern, ging gezielt auf deren Förderbedarf ein, und führte mit großem Engagement und starker positiver Ausstrahlung (Optimismus) die Förderstunden durch. Ihr Arbeit verdient große Anerkennung.
Wir freuen uns, dass die Fördermaßnahme auch im folgenden Jahr fortgeführt werden soll.
